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Klimakleber gegen WEF-Globalisten

Aktualisiert: 16. Jan.

Beitrag Bürgerforum, 13. Januar 2023


Sicherlich braucht es einen hochwirksamen Klebstoff, um sich stark haftend am Asphalt festzukleben. Nun macht es den Anschein, dass die Schweizer Klimafundis den adäquaten Umgang mit diesem Klebstoff noch nicht beherrschen. Dieser Gedanke drängt sich auf, weil die "Ökoretter" kurz vor Beginn des WEF 2023 eine Demo gegen die Schwab-Globalisten organisiert haben. Scheinbar hat fahrlässige Anwendung des Klebstoffs die Sinne und vor allem das strategische Denken der Grünradikalen verkleistert.


Natürlich können sich die Klimaschützer daran stossen, dass die Besucher des WEF mit 500 Privatjets anreisen... und dann mit dem Helikopter nach Davos. Die Rotgrünen können sich masslos ärgern, dass sich Scharen von Politikern mit Beamtentross für teures Geld elitär nach Zürich und dann nach Davos fliegen lassen. Und dann erst die horrenden Konferenzgebühren und die luxuriösen Übernachtungen! Alles auf Kosten der Steuerzahlenden!


Es ist also bestens verständlich, wenn Klimakleber pseudoökologische Heuchelei und asoziales Geldverprassen der WEF-Eliten verachten und kritisieren. Doch wer die Welt vor der kurz bevorstehenden Klimakatastrophe retten will, der sollte es sich nicht mit einem hochpotenten Kampfgenossen verderben. Schliesslich will auch WEF-Chef Schwab die Welt retten. In seinem international berühmten Buch "The great Reset" von 2020 hat Schwab sehr grüne Töne angeschlagen. Und er hat die Jugend mit holden Schalmeien umworben. Schwab forderte nicht nur die Dekarbonisierung der Welt, sondern einen neuen, ökologisch drastisch eingeschränkten Menschen. Das ist doch eine Einladung zum gemeinsamen Wirken. Würden sich die Ökofundis also von klugen, gross angelegten Zielsetzungen leiten lassen, statt von panischer Analyse und blindem Aktivismus, hätten sie vielleicht eine Zukunft. Aber so?



Die Welt kurz vor dem Untergang?


Wie erwähnt erachtet WEF-Chef Schwab die Rettung der Welt als Gebot der Stunde (Zitate aus ‘Covid-19: Der grosse Umbruch’, Cologny/Genf 2020):

  • "Covid-19 erzählt gerade eine Geschichte des Versagens der globalen Ordnungspolitik." (S. 134). "Die Bruchlinien der Welt - vor allem die sozialen Gräben, mangelnde Gerechtigkeit, fehlende Kooperation, das Versagen von Global Governance und Leadership - sind jetzt offensichtlich wie nie zuvor, und die Menschen spüren, dass die Zeit für einen Paradigmenwechsel gekommen ist. Eine neue Welt wird entstehen, deren Umrisse wir ersinnen und skizzieren müssen." (S. 12)

  • "Wenn wir als menschliche Wesen nicht zusammenarbeiten, um unseren existenziellen Herausforderungen … zu begegnen, sind wir dem Untergang geweiht." (S. 259)


Dass die WEF-Eliten die gescheiterte Welt nun mit einer gross angelegten, ökologischen Revolution (Reset) reparieren wollen, sollte jedes rotgrüne Herz höherschlagen lassen. Hier einige Streiflichter aus Schwabs schöner, neuer Welt:

  • Ökologie: wegen dem schwerwiegenden Klimarisiko (S. 176) braucht es gerechte, grüne Volkswirtschaften (S. 65); biologische Vielfalt (S. 162); Dekarbonisierung (S. 165)

  • Ökonomie: Deglobalisierung (S. 130); Aufbau einer besseren Weltwirtschaft (S. 169), in welcher Vermögensungleichheit systematisch verfolgt wird (S. 67)

  • Konsum: wachsender Konsumverzicht; bis hin zum Ideal des Minimalismus (S. 284-286): alles, was wir nicht wirklich brauchen, weglassen (S. 171)

  • Neuer Mensch: Eigeninteresse aufgeben; mehr Inklusivität und Fairness (S. 267), Suche nach einem höheren Sinn; ein besseres Selbst und eine bessere Welt entstehen lassen (S. 253).

Um die drohende Katastrophe zu verhindern, "müssen wir unverzüglich den Grossen Umbruch in Gang setzen" (S. 292). Die Führungsrolle bei der Verwirklichung der «Neuen Welt» sollten gemäss Schwab die internationalen Organisationen übernehmen (UNO, WHO, WTO). Eine erfolgreiche Arbeit dieser Organisationen werde momentan aber noch durch Eigeninteressen, Nationalismus (S. 132), Unterfinanzierung und Bevormundung (S. 129) verhindert. Darum gebe es keine wirksame internationale Zusammenarbeit zur Lösung der dringendsten globalen Probleme (S. 131). Schwab hofft trotzdem, dass seine Vorschläge Anklang finden und der globale Reset gelingt. Um das Blatt letztlich noch zu seinen Gunsten zu wenden, verfällt der WEF-Leiter gegen Ende seines Textes einer drohenden Beschwörung: "Wenn wir als menschliche Wesen nicht zusammenarbeiten ... sind wir dem Untergang geweiht. Wir haben also keine andere Wahl, als die Engel in uns ans Licht zu holen." (S. 259)



Wie die Vordenker der Klimakleber so weiss auch Klaus Schwab, dass die Welt niemals "gerettet" wird, wenn man den Menschen ihren freien Willen lässt. Der Grossteil der Menschheit ist bequem, leidensscheu, konsumversessen, geldgierig und egoistisch. Sie leiern brav jede Ideologie herunter, welche die Wortführer aus Politik und Medien ihnen eintrichtern. Sie unterstützen aus "tiefster Überzeugung" ökologische, soziale, geschlechtsidentitäre Zielsetzungen. Bei den Allermeisten hat dies aber nur minimale Auswirkungen auf ihre Lebensführung. Nicht nur die Eliten, die sich im Jet um die Welt fliegen lassen, sind Heuchler!


Rettung der Welt auf Kosten der menschlichen Freiheit


Schwab schildert die aktuelle Weltkrise primär vor dem Hintergrund des Antagonismus zwischen den USA und China. Die Unabhängigkeitserklärung der USA statuiert die individuelle Freiheit der Menschen und ihr Jagen nach Glück als oberste Werte. Der WEF-Chef kann darin offenbar nicht mehr die Grundlagen des Amerikanische Traumes und den grössten kulturellen Erfolg sehen. In seinem Buch betont er beim individualistisch geprägten, angelsächsischen System (USA, Grossbritannien) primär die Schattenseiten (S. 89ff.): Wettbewerb statt Solidarität; schöpferische Zerstörung statt staatlicher Intervention; Wirtschaftswachstum statt sozialem Wohlergehen; Arbeitslosigkeit, Armut und die Vermögensungleichheit, die systematisch "verfolgt werden sollte" (!! S. 67).


Wohlwollend anders beurteilt Klaus Schwab das kommunistische China. Er schreibt: "Im Gegensatz zur (ehemaligen) Sowjetunion versucht China nicht, der Welt seine Ideologie aufzuzwingen." (S. 138). Der Autor vermittelt Hochachtung für das chinesische Modell und seinen grossen ökonomischen Erfolg. Schwab benennt Demütigungen, welche der Westen China angetan hat und äussert Verständnis für das gespannte Verhältnis zur USA. Lobend weist er hin auf den Konfuzianismus, der das Pflichtbewusstsein und die Solidarität zwischen den Generationen über die persönlichen Rechte stellt (S. 101). Er lobt Chinas internationale Katastrophenhilfe in der Coronakrise, die digitale Überwachung (S. 187) und die Fortschritte beim bargeldlosen Bezahlen. Bilanzierend meint Schwab: "Die USA ist in der von der Pandemie ausgelösten Krise gestrauchelt und ihr Einfluss ist geschwunden. Währenddessen kann China versuchen, von der Krise zu profitieren, indem es seinen Einflussbereich im Ausland ausdehnt" (S. 147).


Wie konnte Schwab als ehemaliger Prediger des Kapitalismus auf dem linken Auge nur so blind werden? Xi Jinping und seine engste Entourage haben vor laufender Kamera die kommunistische Weltrevolution geschworen. Vorbild Xis ist der Massenmörder Mao Tsetung (70 Millionen Tote auf dem Kerbholz). In der Coronakrise hat China deutlich vorexerziert, dass das Leben von Massenmenschen keinerlei Wert für die politische Führung hat. Auch Chinas Genozid an den Uiguren und die generelle Unterdrückung der individuellen Freiheit sprechen eine unmissverständliche Sprache. Doch Schwab schweigt zu solchen Sachverhalten. Auch kein Wort über Spionage, Datenklau, Terrorakte, Christenverfolgung, Umerziehungslager und Exekutionen in China und Nordkorea. Totalitärer Kommunismus scheint für den WEF-Gründer eine willkommene Option der Staatsgestaltung geworden zu sein.



Schwab will nichts weniger als den "Neuen Menschen"


Schwabs Traum vom «neuen, grünen, bescheidenen Menschen» beweist, dass er das Heil der Welt eher von einem totalitären System erwartet, als von einer freien Gesellschaft. In schönsten Farben skizziert der Autor eine radikal verbesserte Menschheit. Historische Bezüge werden keine hergestellt. Kritische Gegenargumente fehlen. Schwab verzichtet auf eine faire Darstellung des Sachverhalts. Natürlich weiss er, dass jede politische Macht, die den neuen Menschen in einer idealen Gesellschaft schaffen wollte, zur Massenmörderin mutierte (Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot, Kim Il-sung etc.).

Warum Prof. Schwab zu all diesen Fakten schweigt, hätte er der Öffentlichkeit schon längstens erklären sollen. Doch die Schweizer Medien haben eine durchgehende Beisshemmung was Schwab anbelangt. Kein bekannter Journalist hat seit Erscheinen von Schwabs Buch eine kritische Rezension in einem grossen Medium (SRF, Tagespresse, Weltwoche, WOZ) publiziert. So müssen auch weiterhin offensive Texte mit kleiner Reichweite in den Sozialen Medien den Versuch unternehmen, das WEF und Klaus Schwab zur öffentlichen Diskussion der fatalen Thesen herauszufordern.


Es ist nicht davon auszugehen, dass die Klimakleber Schwabs Buch gelesen haben. Und wenn sie es getan hätten, würden sie sich kaum mit den WEF-Globalisten zusammenschliessen, um die Welt zu retten. Zwar streben sie selber nach der Herrschaft einer ökologisch aufgeklärten Minderheit über die konsumierende öde Masse. Mit den verhassten Kapitalisten zu kooperieren, käme ihnen aber niemals in den Sinn. So demonstrieren sie wie sonst auch unüberlegt und reflexartig gegen den bösen Feind in Davos.


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