Offener Brief an Solothurner Regierungsrat

von Andrea Hengartner, Grenchen, 22. Oktober



Coronapolitik des Parlaments/ Regierungsrats / Bundesrats:

Sehr geehrte Damen und Herren

Als Mitglied des Regierungsrates sind Sie in ausserordentlicher Zeit verantwortlich für das Wohlergehen des Volkes. Angesichts der Coronakrise hat der Regierungsrat bzw. der Bundesrat drastische Massnahmen verfügt, welche grosse soziale, volkswirtschaftliche und politische Auswirkungen mit sich gebracht haben und gerade in Zukunft bezüglich der jetzigen Situation auf die kommenden schwierigen Monate gravierende Folgen haben werden!

Als Mitglied des Souveräns und als mündiger Bürger frage ich mich immer mehr wohin all diese einschneidenden Massnahmen führen werden….? Z. B. die vielen Vereine sei es im Sport, in der Musik oder sonstiger Kultur werden so an die Wand gefahren! Ich bin in Musikvereinen aktiv, die anstehenden Konzerte in den nächsten 2 Monaten mussten wir nun absagen, da die Leute einfach Panik haben einerseits von der Ansteckung oder den Quarantänemassnahmen, oder vom sozialen Problem her, dass es heissen könnte, dieser Verein habe das Corona weiterverbreitet. Die eigenen Hobbies sind nicht einfach nur Vergnügen und Fun wie jetzt plötzlich dargestellt wird, sie gehören zu unserem Leben und wir haben ein Recht darauf sie auszuüben, auch gemeinsam. Das soziale Leben hat genauso seine Berechtigung und Wichtigkeit wie die Gesundheit, das sollte Ihnen doch klar sein?

Dass dieses Virus existiert ist ganz klar, das steht ausser Zweifel und auch dass es für vorerkrankte Personen gefährlich sein kann, die Frage ist einfach der Verhältnismässigkeit der Massnahmen und da sind bei mir grosse Fragezeichen. Wir können nicht jedes Leben um jeden Preis retten. Im Strassenverkehr als Beispiel nehmen wir die Toten und vorallem vielen Schwerverletzten jährlich in Kauf. Der soziale Druck und auch die Kontrolle untereinander haben stark zugenommen. Das führt zu einer Spaltung unserer Gesellschaft, die Leute werden verunglimpft wenn sie anderer Meinung sind oder mal etwas nicht 100% einhalten.

Schweden hat im allgemeinen einen vernünftigeren Weg im Umgang mit diesem Virus gewählt. Sie haben mehr auf Eigenverantwortung gesetzt und das wird von der Bevölkerung auch viel besser mitgetragen. Psychologisch gesehen weiss man, dass die Leute sich besser an die Massnahmen halten wie Hände waschen und Abstand halten, als wenn es nur Verbote und Sanktionen gibt.

Seit dieses Virus sich wieder einmal mehr von China herkommend in der ganzen Welt verbreitete, steht die Gesundheit an weit oberster Stelle in den meisten Staaten der Welt, besonders in den eher reicheren Ländern unternimmt man alles Erdenkliche um dieses Virus einzudämmen und Tote zu vermeiden. Interessanterweise sind die vielen Toten wegen Hunger und anderen Krankheiten in der 3. Welt offenbar weniger wichtig. Andersrum hätten wir dieses Elend in den armen Ländern gar nicht.

Ich bin in einem Land geboren worden hier in der Schweiz mit einer direkten Demokratie wie es kein Land auf der Welt sonst gibt. In den letzten Monaten spüre ich leider nicht mehr viel davon angesichts der Massnahmen die verhängt werden. Es nützt unserer Bevölkerung auch nicht viel wenn wir einerseits über neue Armeeflieger abstimmen können, andererseits uns nicht mehr treffen können mit wem und wo wir gerne wollen. Sie sind sich einfach nicht bewusst welchen Schaden Sie anrichten in der Bevölkerung. Die Auswirkungen werden sich erst noch richtig zeigen, da bin ich leider überzeugt, die vielen Arbeitslosen, es wird ein Desaster…

Nehmen Sie Ihre Verantwortung bitte wahr für das Schweizer Volk und öffnen Sie den Blick, eben nicht nur den engen Tunnelblick mit Corona.

Ich bitte Sie um Stellungnahme.

Freundliche Grüsse

Andrea Hengartner



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