Offener Brief eines Arztes an den Bundesrat

Aktualisiert: Mai 18

Dr. med. Rico Rieder, Maienfeld, 11.05.2020


Anmerkung der Redaktion:

Wie beurteilen Sie die Politik des Bundesrates? Wo leiden Sie an absurden Einschränkungen, die über Sie verhängt wurden? Bitte senden Sie uns ihre Kommentare und Leserbriefe zu. Ihre Zusendung wird geprüft und nach Möglichkeit publiziert. Senden Sie Ihren Leserbrief auch an Redaktionen der Schweizer Medien (Mailadressen finden Sie hier).

Geschätzter Bundesrat

Sie haben in der Schweiz Menschenleben gerettet.

Gemäss offiziellen Angaben vom 2. Mai ist das mediane Alter eines an Corona verstorbenen Menschen bei 84 Jahren. 98 % der Verstorbenen waren vorerkrankt. Wir wissen jedoch nicht, ob die anderen 2 % wirklich an Corona verstorben sind...

Ich wage eine Schätzung und rechne damit, dass pro Corona-Opfer etwa ein bis zwei Lebensjahre vernichtet werden. Die Letalität scheint sich bei etwa einem Promille einzupendeln (unter Berücksichtigung der symptomfreien Fälle). Eine vollständige Immunität ist somit bei einer „Durchseuchung“ von circa 60 - 70% erreicht, extrapoliert wäre somit- ohne Ihre Massnahmen - in der Schweiz von 6'000 - 8'000 Toten auszugehen. Bereits sind 1764 Menschen verstorben, einige werden wohl in der angedrohten 2. Welle noch folgen. Vielleicht gelingt es Ihnen, mit Ihren Massnahmen etwa 2'000 - 3'000 Menschen zu retten. Sie haben somit 3'000 - 6'000 Lebensjahre gerettet (davon 98% vorerkrankt, viele davon dement).

Sie geben dafür weit über 100‘000‘000‘000.- Franken aus (staatliche Zahlungen, Wirtschaftseinbruch). Somit geben Sie mindestens 16’000‘000 pro gewonnenes Lebensjahr aus. Medianes Alter 84.... viele davon dement...

Nun, wenn wir Ärzte so teuer arbeiten würden, hätten wir erhebliche Sorgen: Hr. Bundesrat Berset kennt die Tricks, wie man uns klein kriegt…

Zweifellos war für Sie der Beginn der Lagebeurteilung nicht einfach. Lange wussten wir alle noch zu wenig über Corona. Und dann die WHO... aber: nun haben wir «Facts» und genügend brauchbare Zahlen. Nun müssen wir rasch handeln und nicht auf die Angst der Bevölkerung reagieren, die Sie – lieber Bundesrat – und die Ihnen hörige Presse – selbst geschaffen hatten…

Was sind die Folgen dieser globalen Hysterie?

Die weltweite Reaktion auf eine knapp mittlere Bedrohung wird global zu mehr Armut führen, Hunger und evtl. Krieg werden wohl folgen. Aber irgendwann werden Sie Ihren Enkeln erklären müssen, was mehr Leute getötet hatte: Das Feuer oder Ihr Löschwasser. Corona ist nicht sehr gefährlich – Ihr Experiment jedoch schon.

Ich bitte Sie: sofort zurück zum Normalzustand!

Masken, Desinfektion, Abstand, Einschränkung der Grossanlässe – und fertig! Ältere und kranke Menschen wissen selbst, was sie tun, und wollen keine Bevormundung mehr – sie werden sich freiwillig schützen. Bitte beenden Sie sofort den Ausnahmezustand!

Und noch etwas macht mir Angst: es gibt Menschen, die uns zwangsimpfen und unsere Bewegungen kontrollieren möchten. Bitte nicht! Eine unerforschte Impfung könnte mehr Lebensjahre vernichten oder schädigen als wir damit gewinnen.

Ich bitte Sie eindringlich, nun nicht eine Begründung für einen Staats-Kontrollapparat zu generieren! Beenden Sie das Experiment sofort – und das Volk wird Ihnen verzeihen und sich an die sinnvollen Vorschläge halten – auch ohne polizeilichen Druck.

Zurück zu den von Ihnen gewonnen Lebensjahren: im Vergleich dazu verlieren wir ein Vielfaches davon je an Herzerkrankungen, Übergewicht, Suizid, Verkehrsunfällen, anderen Unfälle inkl. Gebirgsunfällen, Abtreibungen, Infektionskrankheiten, Krebs usw. aber: wann haben Sie je eine ähnliche Reaktion vom Zaun gerissen? Sollen wir für den Rest unseres Lebens mit einem Ausnahmezustand rechnen?

Also: Sie haben den Spatz gerettet, aber die Hühnerfarm dabei verhungern lassen. Bitte retten Sie nun uns andere Vögel, indem Sie das Experiment rasch beenden.

Noch ein Wort zu Daniel Koch resp. uns Ärzten: Bitte geben Sie nie uns die Verantwortung! Unser Auftrag war nur, Menschenleben zu retten – unabhängig vom Alter und den Kosten. Es war IHRE Aufgabe, unsere ärztlichen Empfehlungen in ein politisches Konzept zu packen, ohne dabei gleich die nächste Generation zu verarmen! Denn dies war nie der Wunsch der älteren Menschen unseres Landes.

Hochachtungsvolle Grüsse

Dr. med. Rico Rieder, Maienfeld



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