Offenes Mail an Nationalrätin Diana Gutjahr

Sarah Petschen, Berlingen, 1. Juni 2020


Anmerkung der Redaktion:

Wie beurteilen Sie die Politik des Bundesrates? Wo leiden Sie an absurden Einschränkungen, die über Sie verhängt wurden? Bitte senden Sie uns ihre Kommentare und Leserbriefe zu. Ihre Zusendung wird geprüft und nach Möglichkeit publiziert. Senden Sie Ihren Leserbrief auch an Redaktionen der Schweizer Medien (Mailadressen finden Sie hier).


Geehrte Frau Nationalrätin Gutjahr


Ich erwarte, dass das Parlament in der Sommersession nicht wieder schweigt und allem applaudiert, was der Bundesrat beschlossen hat, sondern sich kritisch gegenüber den Entscheidungen und Verfügungen der Regierung zeigt! Diese Haltung darf ich als steuerzahlende Bürgerin dieses Landes guten Rechtes vertreten!

Seit dem Ausruf der "Ausserordentlichen Lage" hat das Volk nichts mehr zu sagen und darf seine eigene Meinung nicht einmal mehr öffentlich kundtun, ohne diffamiert oder verzeigt zu werden. Ich fühle mich meiner Rechte beraubt, entmündigt und beobachte mit grosser Sorge, dass die Mehrheit der Schweizer Bevölkerung offenbar glaubt, dass das alleinige Regime des Bundesrates nun zu Ende sei. Wenn man das "Kleingedruckte" liest, sieht man aber, dass der Bundesrat auch in der jetzigen "Besonderen Lage" im Alleingang weiter über die Köpfe der Schweizer Bürger/-innen hinweg bestimmen kann. Ich will aber nicht in einer solchen Diktatur leben, sondern setze mich für meine Rechte (Meinungsfreiheit, direkte Demokratie, den Schutz meiner Daten und Privatsphäre und für meine körperliche Unversehrtheit) ein!

Das Volk ist mündig und kann Eigenverantwortung tragen! Es braucht keine Bevormundung eines Bundesrates, der seine Einnahmen aus dem Volk bezieht und damit Angestellter der Bürger/-innen ist und nicht umgekehrt. Der Bund, der sich durch die Entscheidungen unserer Regierung in Milliardenhöhe verschuldet hat, sind wir, das Volk! Wir Bürger, die hart für unseren Lohn arbeiten, sollen in den kommenden Jahren noch mehr arbeiten, noch mehr Lebensqualität einbüssen und damit noch mehr Lebenszeit vergeuden, um die Verschuldung abzuzahlen, die ohne unsere Zustimmung erfolgt ist!

Deshalb fordere ich eine genaue Untersuchung der vom Bundesrat getroffenen Massnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 und ihrer Verhältnismässigkeit. Diesbezüglich braucht es dringend einen Untersuchungsausschuss! Wenn das Volk weiterhin seine Pflichten für dieses Land erfüllen soll, darf es auch verlangen, dass seine Rechte gewahrt werden! Es kann nicht sein, dass die Bundesverfassung weiterhin grösstenteils von den Herren und Damen im Bundesrat ausser Kraft gesetzt wird!

Sarah Petschen, Berlingen TG


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